COVID-19 - Vorschläge des Finanzministeriums zu den Steuererleichterungen

Das Finanzministerium hat einen Vorschlag des Beitrags zum Paket von Antikrisenmaßnahmen sog. Antikrisenschild im Rahmen der Steuererleichterungen bekannt gegeben. Umfasst wird dabei u.a. der Aufschub der Erfüllung eines Teils von Pflichten für Unternehmer. Aus den dargestellten Vorschlägen ergibt sich, dass sich ein Teil der Lösungen nur auf diese Unternehmen beziehen wird, deren Ergebnisse schlechter sein werden als diese, die in den letzten Abrechnungszeiträumen erzielt worden sind.

Unten ein Überblick über die wichtigsten Vorschläge des Finanzministeriums.

Einkommensteuer

Aus Sicht der Arbeitgeber scheint die Verlängerung der Frist zur Zahlung durch die Steuerentrichtungspflichtigen der Vorauszahlungen für die PIT-Steuer auf die für den Monat März und April bezogenen Gehälter der wichtigste Vorschlag zu sein. Es wird geplant, damit die Zahlung dieser Vorauszahlungen bis zum 01. Juni 2020 aufgeschoben wird.

Für die Steuerpflichtigen, deren Einnahmen in einem bestimmten Monat im Verhältnis zu dem analogen Zeitraum des letzten Steuerjahres mindestens um 50% niedriger sein werden, wurde die Möglichkeit der Verlängerung der Frist zur Zahlung der Mindeststeuer auf die kommerziellen Immobilien für den Zeitraum März-Mai 2020 bis zum 20. Juli 2020 vorgesehen. Diese Steuer werden in einer späteren Frist auch die Steuerpflichtigen zahlen können, die in dem letzten Jahr keine Einnahmen erzielt haben, aber in dem genannten Zeitraum negative Wirtschaftsfolgen wegen Coronavirus tragen.

Das Finanzministerium sieht auch die Möglichkeit der Abrechnung des im Jahre 2020 erlittenen Verlusts mit den Einkommen aus dem Jahre 2019 voraus (rückständige Abrechnung des Steuerverlusts). Dies wird sich auf Personen und Unternehmen beziehen, deren Einnahmen, die im Jahre 2020 erzielt werden, mindestens um 50% im Verhältnis zu den im Jahre 2019 erzielten Einnahmen sinken. Es wird möglich sein, von dem Einkommen aus dem Jahre 2019 den Verlust bis zum Betrag von 5 Mio. PLN abzuziehen (der sonstige Teil des Verlusts wird zu den bisherigen Grundsätzen abgezogen werden können). Der Verlust wird aufgrund einer Korrektur der Erklärung für das Jahr 2019 abgerechnet.

Außerdem wird geplant, die Pflicht aufzuheben, die nicht fristgemäß gezahlten Beträge von den Steuerkosten auszuschließen. Das Obige umfasst die Steuerpflichtigen, deren Einnahmen, die in den (monatlichen oder vierteljährigen) Abrechnungszeiträumen erzielt werden, im Verhältnis zu den analogen Zeiträumen im Jahre 2019 mindestens um 50% sinken. Diese Befreiung werden auch die Personen in Anspruch nehmen können, die in dem letzten Jahr keine Einnahmen erzielt haben, aber im Jahre 2020 negative Wirtschaftsfolgen wegen Coronavirus tragen.

Aus dem Vorschlag des Finanzministeriums ergibt sich leider, dass es zur Zeit nicht geplant wird, die Frist zur Abgabe der CIT-8-Erklärung zu verlängern (die Frist wird nur für die Nichtregierungsorganisationen verlängert).

Kleine Steuerpflichtige erhalten die Möglichkeit, auf die vereinfachten Vorauszahlungen für den Zeitraum von März bis Dezember 2020 zu verzichten. In diesem Fall werden ihre monatlichen Vorauszahlungen für diesen Zeitraum aufgrund der tatsächlichen Einkommen berechnet.

Überdies wird geplant, den Abzug in der PIT- und CIT-Steuer für die (Geld- oder Sach-) Schenkungen einzuführen, die zur Vorbeugung und Bekämpfung der Infektion mit Coronavirus für die Gesundheitsdienstleister gemacht werden.

VAT-Steuer

Das Finanzministerium plant zudem, die Erfüllung der Pflicht zur Abgabe der JPK_VDEK-Erklärungen bis zum 13. Juli 2020 aufzuschieben. Diese Pflicht sollte Großunternehmen ab dem 01. April 2020 betreffen.

Sonstige Steuererleichterung 


  • Der Aufschub der Anmeldungen beim Zentralregister der Wirtschaftlichen Eigentümer [Centralny Rejestr Beneficjentów Rzeczywistych / CRBR]bis zum 13. Juli 2020.
  • Die Einführung einer zusätzlichen Frist bis zum 30. September zur Einreichung der TP-R-Information über die Verrechnungspreise für das Jahr 2019.
  • Die Möglichkeit der Aussetzung durch die Landesfinanzverwaltung [Krajowa Administracja Skarbowa / KAS]der gegen Unternehmer geführten Verfahren für die Dauer des Epidemie-Zustands.
  • Der zeitliche Verzicht auf die Prolongationsgebühr für die Ratenzahlung oder den Aufschub der Frist zur Zahlung der Steuern und der Steuerrückstände, die das Einkommen des Staatshaushalts bilden.
  • Die Möglichkeit der Aussetzung des Verwaltungsvollstreckungsverfahrens wegen Geldforderungen.

 Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Weitere Informationen zu diesem Thema erteilt Ihnen Steuerberater, Herr Andrzej Malinowski (andrzej.malinowski@bsjp.pl) sowie Steuerberater und Rechtsanwalt, Herr Rafał Lewandowski (rafal.lewandowski@bsjp.pl).