Wesentliche Steueränderung für die im Agrarsektor tätigen Unternehmer

Wie war es:

Bis zum 31. Dezember 2017 war Einkommen einer Gesellschaft aus dem außerlandwirtschaftlichen Gewerbe steuerfrei (Art. 17 Abs. 1 Punkt 4e i.V.m. Abs. 1d des Gesetzes über die Körperschaftsteuer).

Diese Steuerbefreiung fand Anwendung unter zwei Bedingungen:

  • Einkommen für landwirtschaftliches Gewerbe,
  • im Vorjahr des Steuerjahres haben die Einnahmen aus dem landwirtschaftlichen Gewerbe, vergrößert um den Wert der für die Verarbeitung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel eingesetzten Rohstoffe und Materialien aus der eigenen Pflanzen- und Tierproduktion, wenigstens 60% der Einnahmen der Gesellschaft betragen.

Wie ist es:

Der oben erwähnte Art. 17 Abs. 1 Punkt 4e und Abs. 1d wurde aufgehoben.
Nach Ansicht des Gesetzgebers "haben die aufgehobenen Vorschriften ein Element beinhaltet, das zu einer möglichen Nichtbesteuerung der ausgeübten außerlandwirtschaftlichen Geschäftstätigkeit führte, was mit der durch den Gesetzgeber angestrebten Steuerpräferenz nicht übereinstimmt".

Was bedeutet das:

Für die im Agrarsektor tätigen Unternehmer wird die oben genannte Änderung zur Folge haben, dass Einkommen aus jeder anderen Tätigkeit als das landwirtschaftliche Gewerbe besteuert werden müssen, unabhängig davon, ob sie für diese Tätigkeit bestimmt werden.

Mehr Information erhalten Sie von dem Rechtsanwalt / Steuerberater Rafał Lewandowski (rafał.lewandowski@bsjp.pl) und der Rechtsanwältin / Steuerberaterin Patrycja Zdanowicz-Pastuszak (patrycja.zdanowicz-pastuszak@bsjp.pl).